Hygiene beim Einkochen – Wie deine Lebensmittel beim haltbar machen nicht verderben

Beim Einkochen ist Sauberkeit oberstes Gebot.

Achte darauf dass du beim Einkochen auf die Hygiene achtest. Bei verschmutzten Gläsern oder Deckel werden deine Lebensmittel garantiert verderben und ungenießbar werden.

Alle Gläser, die Du verwendest, müssen keimfrei sein. Dafür müssen sie in kochend heißem Wasser sterilisiert werden, was auch für die Deckel gilt. Es dürfen keinerlei Rückstände auf Gläsern und Deckeln sein. Die Gummiringe, die die Gläser abdichten sollen, müssen intakt sein. Beschädigte Ringe sofort austauschen. Gemüse und Früchte müssen gewaschen und von allen beschädigten Stellen befreit worden sein, bevor sie abgefüllt und eingekocht werden. Ist der Deckel erst einmal auf dem Glas, geht alles seinen Gang und Du kannst nichts mehr ändern.

Willst Du stark eiweißhaltiges Gemüse, wie z. B. Bohnen haltbar machen, musst Du besondere Vorsicht walten lassen. Unter gewissen widrigen Bedingungen kann es zur Bildung von sehr gesundheitsschädlichen Bakterien kommen, die tatsächlich lebensgefährliche Lebensmittelvergiftungen verursachen können. Man spricht dabei vom Botulismus. Botulismus wird synonym auch als „Fleischvergiftung“ bezeichnet, die ausgelöst wird durch ein Gift, das von Clostridium botulinum Bakterien produziert wird. Dieses Gift heißt „Botulinumtoxin“, das man heute auch als „Botox“ kennt.

Normalerweise ist das Gift für gesunde Menschen nicht weiter gefährlich, da es im Darm eliminiert wird. Wenn die Sporen allerdings unter Ausschluss von Sauerstoff, wie z. B. in einem Einkochglas, auskeimen können, entsteht die gefährliche Variante dieses Gifts.

In der Umgebung verschlossener Einkochgläser treffen die Sporen auf besonders günstige Lebensbedingungen, was bedeutet, dass diese ausgekeimten Sporen selbst bei einer starken Erhitzung überleben können. Erst wenn Gläser auf über 120°C erhitzt werden, sterben sie ab.

Ist die Umgebung sauer, droht keine Gefahr von den Sporen, wie es z. B. bei Konfitüre und saurem Gemüse der Fall ist. Ist nicht ausreichend Essig oder Wein im Glas, kann der Inhalt bakterienbelastet sein, wenn die Hygiene nicht beachtet worden ist.

Du kannst aber auch in Betracht ziehen, Gemüse und Früchte doppelt einzukochen, sollte die Möglichkeit eine ausreichende Sterilisierung nicht gegeben sein. Während des ersten Einkochens werden die Bakterien abgetötet, Sporen bleiben zurück. 24-48 Stunden später keimen die Sporen aus und werden dann beim zweiten Einkochen eliminiert. Zusätzlich lassen sich bestimmtes Einkochgut vor dem Verzehr nochmals in einem Wasserbad erhitzen, wodurch letzte Giftreste verschwinden.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.